Es wird langsam Herbst und wir wollen das gute Wetter noch ausnutzen. So haben wir uns an einem Oktoberwochenende für eine kleine, aber feine Bergtour mit Mini-Gratwanderung und tollem Weitblick entschieden, die in dem kleinen Dörfchen Unterjoch startet.

Eckdaten zur Tour
| Ausgangspunkt | Parkplatz Wertachbrücke in Unterjoch (7€/Tag) https://maps.app.goo.gl/39BFU36TTJSbUFgi9 |
| Länge & Höhenmeter | Bis zum Zinken: 5,0 km, 660 hm (1:30 h) Zinken bis Sorgschrofen: 800 m, 20 hm (0:20 h) Abstieg: 4,4 km, 680 hm (1:30 h) Link zur Komoot-Tour |
| Ausrüstung | Normale Wanderausrüstung |
| Saison | Frühjahr bis Winteranfang |
Bis zum Zinken
Vom Parkplatz aus geht es auf einer geteerten Straße gemütlich ansteigend durch das kleine Dorf und vorbei an kleinen Bauernhöfen. Am Wegrand begutachten uns immer wieder neugierige Kühe, Pferde und Esel. Nach einem kleinen Hofladen endet die Straße und geht in einen kleinen Pfad auf einer Wiese über, der kurz darauf nach rechts aufwärts in waldiges Gebiet führt. Hier läuft man auf einem wirklich schön angelegten Wanderpfad neben einem kleinen Bächlein stetig bergauf. Zwischendurch lässt sich immer wieder die Aussicht zwischen einigen Baumlücken genießen. Schließlich lichten sich die Bäume und man kommt auf nun über steinigere Pfade immer weiter Richtung Zinken. Kurz vor dem Gipfel sehen wir bereits einige Leute an dem Zugang zum kurzen Gipfelkreuz-Steig, der mit Stahlseieln versichert ist, warten. Dieser kleine Engpass kann an Wochenenden schon einige Minuten Wartezeit mit sich ziehen, wie wir feststellen mussten. Oben angekommen wird man jedoch für die Geduld belohnt und kann einen tollen Weitblick über das Allgäu genießen. Auch der Sorgschrofen und der kleine Grat sind nun gut zu sehen.




Gipfelkreuz des Zinkens mit Weitblick über das allgäuer Voralpenland
Gratwanderung zum Sorgschrofen
Vom Zinken geht es über die kurze Steigpassage wieder zurück und durch die Felsspalte auf den Grat zum Sorgschrofen. Über den Grat geht es an immer wieder versicherten, aber auch unversicherten Stellen mit leichten Kraxel-Stellen bei bestem Panorama. Im Herbst kann es hier durch ein paar Schneereste auch mal ziemlich rutschig werden – so war es bei uns der Fall. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier definitiv erforderlich, um die Tour genießen zu können. Am Sorgschrofen kann man wieder das tolle Allgäu bestaunen bei einem 360° Panoramarundblick.



Abstieg
Vom Gipfel des Sorgschrofens geht es zunächst recht steil auf einem versicherten Steig bergab. Hier mussten wir leider wieder einmal feststellen, das einige Wanderer überfordert mit der Ausgesetztheit, den Schneeresten und dem Gelände waren, sodass eine Schlange entstanden ist und wir nur mühsam vorankamen, da es auf dem Steig keine Überholmöglichkeiten gibt. Unser Tipp: Unbedingt Stöcke mitnehmen, wenn die Möglichkeit besteht, dass schon Schnee liegt, das macht den Abstieg deutlich angenehmer! Auf den Steig folgte eine Rutschpartie über matschige Wiesen, mit Stöcken jedoch ebenfalls kein Problem und ein wirklich schöner Weg, der auch vorbei an einer kleinen Hütte führt. Schließlich kommt man auf einen geschotterten Forstweg, dem man nun bis zurück ins Dorf folgt. Hier sind wir durch tolle Herbstfarben gelaufen, ein toller Ausklang für unsere Herbsttour.


Unser Fazit
Kleine aber feine Bergtour, in die man auch noch gut im Herbst machen kann. Die kleine Gratwanderung bietet ein alpines flair und lässt die Tour nicht langweilig werden. Jedoch sollte man an Wochenenden schon mit kleinen Staus rechnen. Wir waren im Herbst unterwegs und können uns vorstellen, dass es im Sommer deutlich voller ist. Uns hat es wirklich gut gefallen, eine gute Wahl, wenn man eine kleine Bergtour unternehmen möchte!


